Motivation und Prokrastination

Wenn das Lernen scheitert liegt es oftmals an mangelnder Motivation. Wahrscheinlich hat sich jeder schon bei den Auswahlmöglichkeiten zwischen Eis mit Freunden und dicken Geschichtsbüchern unvorhersehbarer Weise für das Eis entschieden. Sich selbst motivieren ist hart und der LKW vorm Fenster, der so spektakulär versucht rückwärts einzuparken, was man sich natürlich unbedingt ansehen muss, macht es auch nicht besser. Wichtig ist zu erkennen woher die Demotivation kommt und sie zu bekämpfen, beziehungsweise sich selbst so zu beeinflussen, dass man weniger aufschiebt. Hier ein paar hilfreiche Tipps dazu:

Ziele

Setze dir nicht zum Ziel in einem Jahr Klassenbester zu sein. Das klingt viel zu weit weg und unrealistisch. Versuche stattdessen dir ein großes Ziel mit vielen kleineren Zwischenzielen zu formulieren, die das Ganze nicht nur einteilen, sondern dir auch einen Weg zeigen, wie du es schaffen kannst. Sage nicht, dass du gleich der beste von allen sein möchtest, sondern sage du willst von einer Vier auf eine Zwei und formuliere wie du was bis wann machen willst, um das zu erreichen. Zwischenziele machen nicht nur den Weg leichter und nachvollziehbarer, sondern sorgen auch dafür, dass du immer wieder die Möglichkeit hast kleine Erfolge zu erzielen. Niederlagen sind hingegen viel leichter zu verdauen, wenn du dabei nicht gleich das Hauptziel aus den Augen verlierst und noch umplanen kannst.

Deadlines

Sie sind als Teil der Zwischenziele zu sehen. Setze dir genaue Zeitpunkte, wann du eines davon erreicht haben möchtest. Viele arbeiten unter Stress besser und brauchen dafür kurze Zeiträume, die aber für ein großes Ziel oft zu knapp sind und zu viel Stress führen. Dieser lässt sich aber gut portionieren, sodass ein gewisser Zeitdruck zwar vorhanden, aber die Arbeit nicht unmöglich zu schaffen ist.

Abwechslung

Das bedeutet zum einen keine tagelangen Lern-Orgien einzulegen, sondern einen guten Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. Nimm dir lieber vor den halben Tag zu lernen und dafür am Abend mit Freunden ins Kino zu gehen oder das Buch zu lesen, das dich interessiert. Ausgleich kannst du andererseits aber auch in dem suchen, was du lernst oder tust. Niemand ist dazu motiviert den ganzen Tag über Stunden dicke Bücher zu wälzen und Texte zusammenzufassen. Wechsle lieber zwischen Zusammenfassung und einfacherem, wie zum Beispiel dem Erstellen von Mindmaps oder der Übertragung auf Karteikarten, sollte deine Lust nachlassen.
Hilfreich bei Unlust ist auch dir zu sagen: „Ich mache jetzt einfach zehn Minuten ein paar Stichpunkte“ oder ähnliches. Wenn du erstmal mit einer leichten aber themenbezogenen Beschäftigung anfängst, fällt es viel leichter in die Materie hinein zu finden und später mit Anspruchsvollerem weiterzumachen ohne in den Oh-Gott-wie-soll-ich-das-hinbekommen-Gedanken zu verfallen.

Einstellung

Versuche dir klar zu machen, dass du nicht nur für irgendeine Klausur oder Prüfung lernst, sondern für dich selbst. Du möchtest Abi, Ausbildung, Studium oder sonstiges bestehen und solltest auch folglich derjenige sein, der die Anforderungen an dich festlegt. Versuche unnötigen Perfektionismus zu vermeiden und dich nicht selbst zu überfordern. Nimm dir lieber vor, dich um eine Note zu verbessern oder dein Bestes zu geben.